Doppelte Haushaltsführung bei berufstätigen Lebensgefährten

Der Bundesfinanzhof hat in einem Urteil vom 08.10.2014 die Frage entschieden, ob auch auch dann steuerlich abzugsfähige Aufwendungen im Rahmen einer doppelten Hausführung vorliegen, wenn sich beiderseits berufstätige Lebensgefährten überwiegend am gemeinsamen Beschäftigungsort aufhalten.

Doppelte Haushaltsführung

Nach § 9 Abs. 1 S. 3 Nr. 5 EStG liegt eine doppelte Haushaltsführung vor, wenn der Arbeitnehmer außerhalb des Ortes, in dem er einen eigenen Hausstand unterhält, beschäftigt ist und auch am Beschäfigungsort wohnt. Mit “Hausstand” ist der Ersthaushalt (Hauptwohnung) gemeint, an dem sich der Arbeitnehmer – abgesehen von den Zeiten der Arbeitstätigkeit und Urlaubsreisen – regelmäßig aufhält und wo er dementsprechend seinen Lebensmittelpunkt hat. Das Vorhalten einer Wohnung außerhalb des Beschäftigungsorts für gelegentliche Besuche oder für Ferienaufenthalte begründet dagegen keinen “eigenen Hausstand”. Die Voraussetzungen für eine doppelte Haushaltsführung liegen daher nicht vor, wenn sich der Lebensmittelpunkt am Beschäftigungsort befindet. In seinem Urteil vom 08.10.2014 (Az. VI R 16/14) hat der Bundesfinanzhof (BFH) erneut klargestellt, dass es anhand einer Gesamtwürdigung aller Umstände des Einzelfalls festzustellen ist, ob die Wohnung des Arbeitnehmers außerhalb des Beschäftigungsorts als Lebensmittelpunkt anzusehen ist ...

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