„Jetzt hier klicken!“ oder „Hast Du kurz Zeit, Dir das Angebot anzusehen?“ – Kinder als Adressaten von Onlinewerbung

von Karin Schmidtmann

2. Februar 2015

Digital Business TMT - Technologie, Medien & Telekommunikation

Der Werbemarkt im Internet gewinnt stetig an Bedeutung. Vermehrt zielen Werbetreibende auf Kinder als Adressaten. In der Ã-ffentlichkeit wächst das Problembewusstsein hinsichtlich der Werbe- und Internetkompetenz von Kindern. Hiermit wird sich die Werbeindustrie früher oder später auseinandersetzen müssen.

Neue Studie „Kinder und Onlinewerbung“

Die Landesanstalt für Medien NRW und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend haben beim Hans-Bredow-Institut in Hamburg eine gemeinsame Studie zum Thema „Kinder und Onlinewerbung – Erscheinungsformen von Werbung im Internet, ihre Wahrnehmung durch Kinder und ihre regulatorischer Kontext“ in Auftrag gegeben und jüngst im November 2014 in Berlin vorgestellt (zur Zusammenfassung der Studie).

Die Studie analysiert die verschiedenen Erscheinungsformen von Werbung im Internet und das Werbeverständnis von Kindern aus kommunikationswissenschaftlicher, medienpädagogischer sowie rechtlicher Sicht.

Dabei wurden u.a. Tests mit 633 Kindern im Alter zwischen sechs und elf Jahren zu ihrem Erkennungsvermögen von Werbung durchgeführt. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass 82 % der befragten Kinder nicht in der Lage seien, Werbesegmente und sonstige Elemente auf einer Webseite eindeutig und zweifelsfrei voneinander zu unterscheiden. Jüngeren und weniger erfahreneren Kindern fiel es dabei in der Regel deutlich schwieriger, verschiedene Werbeformen zu erkennen.

Risiken für Kinder

Häufig wurden auch Werbebotschaften mit Handlungsaufforderungen wie beispielsweise �Jetzt hier klicken!� oder �Hast Du kurz Zeit, Dir das Angebot anzusehen?� verbunden. Dies ist nicht unbedenklich ...

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