Gefährliche Körperverletzung durch Notwehr gerechtfertigt – Staatsanwaltschaft legt Berufung ein

Der Rapper und Jurastudent „Kollegah“ wurde vor wenigen Tagen vom Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung (§ 224 StGB) freigesprochen. Das Gericht konnte nicht ausschließen, dass der bekannte Musiker in Notwehr handelte.

Fest steht, dass der Sänger im Jahr 2013 bei einem Discobesuch einen Mann niederschlug und einem weiteren Heraneilenden das Nasenbein brach. Vor Gericht erklärte der Musiker Kollegah, dass er zuvor von den beiden Männern und drei weiteren Personen getreten worden sei und berief sich auf Notwehr. Für seine Version der Geschichte benannte der Sänger sechs Zeugen.

Während die Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von eineinhalb Jahren ohne Bewährung forderte, plädierte der Strafverteidiger auf Freispruch. Das Schöffengericht folgte dem Antrag der Verteidigung. Der Schuldnachweis konnte nicht geführt werden, da die Notwehr nicht ausgeschlossen war. Die Staatsanwaltschaft will diese Schlappe jedoch nicht akzeptieren und kündigte Berufung gegen den Freispruch an. Über die Berufung wird nun das Landgericht Traunstein entscheiden ...

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