Bürgernähe einer Gemeinde sui generis: Gaaaanz generös!

von Liz Collet

Würden SIE auch gern mal von Ihrer Gemeindes bissi was zugesteckt bekommen? Vielleicht für eine Klage, die Sie gegen jemanden betreiben wollen? Wäre das nicht chic?

Das könnte dann vielleicht ungefähr so laufen, wenn Sie in der richtigen Gemeinde wohnen:

Gemeinde zu Bürger:

“Du willst gegen die dritte Startbahn des Flughafens München klagen? Und da sollen wir Dir helfen?

Bürger zu Gemeinde:

Uiiijaaaa, habt Ihr nicht ein bisschen Kleingeld, so Klagen sind teuer…..

Gemeinde zu Bürger:

“Aber gar kein Problem, der Herr des Gemeindesäckelchens hat immer noch was in der Schatztruhe übrig für Bürgerengagement. Hier hast Du Dein Taschengeld…äh… Deinen Prozeßzuschuss.

Landratsamt zu Gemeinde:

“Äh…hallooo-ooo…. so geht das aber nicht, also nicht aus dem Gemeindesäckelchen für solche Zwecke, das ist nicht Eure öffentlich Aufgabe!

Gemeinde zu Landratsamt:

“Misch Dich da nicht ein, das ist unsere Sache und über unsere Gemeinde geht der Lärm dann auch her….also ist das unsere Sache! Und wem wir unser Geld geben, entscheiden allein wir! Kümmert Euch um Euren Kram! Abflug!“

Landratsamt zu Gemeinde:

“Na, na, na, wer wird denn da aufmucken! Hier haben wir das Zepter …also, das Sagen! Also, wenn Ihr es auch nicht hören wollt, dann erst recht! Klare Ansage: Nix gibt’s – und dabei bleibt’s!“

Das letztere nennt man dann rechtsaufsichtliche Beanstandung und dafür gibt es natürlich formal passendere Worte auf Briefbögen.

Gemeinde zu Landratsamt:

“Das wollen wir doch erst mal sehen!“

Und das ist dann sowas wie ein Widerspruch. Auch auf Briefbögen. Und die werden dann zu Schriftsätzen, die nach München fliegen. Eingangsbriefkasten Verwaltungsgericht ...

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