Geschlechterquote im Aufsichtsrat vor den Bundestagsberatungen

Nun wird es ernst: Der am 11. Dezember vergangenen Jahres vom Kabinett verabschiedete Gesetzentwurf für die „gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst“ steht vor den Beratungen im Bundestag.

Zur Erinnerung: Das geplante Gesetz für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen soll aus drei Säulen bestehen:

• Für Aufsichtsratsposten von börsennotierten und voll mitbestimmten Unternehmen (i.e. mit mehr als 2000 Beschäftigten), die ab dem 1. Januar 2016 neu zu besetzen sind, wird künftig eine Geschlechtermindestquote von 30 % gelten. Bestehende Aufsichtsratsmandate können aber bis zu ihrem regulären Ende wahrgenommen werden. Für den Fall des Unterschreitens der Quote darf der Aufsichtsratsposten nicht neu besetzt werden (der sogenannte „leere Stuhl“). Diese Regelung gilt für 108 Unternehmen in Deutschland sowie sechs weitere Unternehmen, die nach europäischem Recht als Europäische Gesellschaft (Societas Europaea – SE) organisiert sind.

• Mittelgroße Unternehmen müssen im kommenden Jahr eigene Zielvorgaben für die Postenvergabe an Frauen im Aufsichtsrat, im Vorstand und im Management aufstellen und 2017 erstmals über die Umsetzung öffentlich berichten. Sanktionen bei einem Verfehlen der Ziele sind nicht vorgesehen ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK