Game over – Wenn die letzte Chance verspielt ist

von C. Heinkel

Das Schuldner von Zeit zu Zeit versuchen uns zu überlisten und falsche Versprechungen machen ist normal. In gewisser Weise kann man dieses Verhalten sogar verstehen, schließlich könnte diese Taktik durchaus funktionieren und hat ganz offensichtlich in der Vergangenheit zumindest insoweit funktioniert, als dass zumindest Zeit gewonnen wurde.

Wenn man dann aber im dem Stadium ist, dass ein vollstreckbarer Titel vorliegt aus dem die Zwangsvollstreckung betrieben werden kann, dann sollte man spätestens beginnen den Schaden möglichst gering zu halten.

In einer aktuellen Inkassosache hatten wir zunächst außergerichtlich mit dem Schuldner verhandelt. Es wurde eine Ratenzahlungsvereinbarung getroffen die zunächst auch kurzzeitig eingehalten wurde. Nachdem die Zahlungen ausblieben wurde mit dem Schuldner mehrfach telefoniert und er sicherte die Zahlung der weiteren Raten zu.

Dann jedoch begannen die Spielchen, die man in einem Inkassounternehmen immer wieder mitbekommt. Der Schuldner rief an und teilte mit, er hätte die Rate gerade eben überwiesen und wir müssten diese die nächsten Tage erhalten. Wegen eines kleinen Engpasses hätte er sich leider um ein paar Tage verspätet und bittet dies zu entschuldigen.

Als nach zwei Tagen noch immer nichts eingegangen war, riefen wir dem Schuldner erneut an. Wenig überraschend gab es leider bei der Überweisung einen Zahlendreher (trotz IBAN!), er würde es aber sofort noch einmal überweisen.

Wie zu erwarten kam auch nun keine Zahlung, so dass wir das gerichtliche Mahnverfahren für die Mandantschaft einleiteten.

Gegen den Mahnbescheid legte der Schuldner Widerspruch ein, obwohl er die Forderung im Rahmen der Ratenzahlungsvereinbarung ausdrücklich anerkannt hatte.

Vor Gericht endete das Verfahren dann durch Versäumnisurteil zu Gunsten unserer Mandantschaft mit dem Ergebnis, dass sich die Forderung erneut um die Kosten des Verfahrens erhöht hatte ...

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