“Stefan geht leider in Elternzeit und kehrt erst wieder im Neuen Jahr gut erholt zu uns zurück…..”

von Liz Collet

So hübsch kann das klingen, wenn ein Arbeitgeber seinen Mitarbeiter in die Elternzeit ziehen lässt.
Wenn man genau hinguggt, hätte man eigentlich schon einen kleinen Seitenhieb in diesen Worten lesen können, ob bewusst oder un(ter)bewusst.
“Gut erholt?” Das hat so den Subton, als wäre die Elternzeit ein Urlaub. Ein Erholungsurlaub.
Seitenhieb auf die subtile Art?
Der Hieb auf die völlig unsubtile Art folgte am Ende der Erziehungszeit – als der eigentlich rückkehrfreudige Stefan die Kündigung erhielt.
Die ganze Geschichte dazu lesen Sie HIER in einem ausgesprochen lesenswertem Interview.

Das auch spiegelt, wie Arbeitgeber bereits im Vorfeld der Erziehungszeit, während dieser und auch eben danach mitnichten so souverän und selbstverständlich das als Option anerkennen und akzeptieren, was Müttern wie Väter schlicht und einfach zusteht.

Und es ist auch ein Beispiel dafür, dass daran mutmasslich nichts geändert hätte und hat: Auch kein Einsatz und Loyalität, auch während der Elternzeit zu unterstützen, indem man Kunden empfiehlt, selbst einspringt, usw. hätte den Arbeitgeber hier den Mitarbeiter weiterhin als schätzenswertes Kapital einer Firma ansehen lassen. Stattdessen hielt man sich arbeitgeberseits lieber die Optionen bis zuletzt offen (warum auch immer) und stellte erst nach der Elternzeit fest, dass man mit der Leistung eh nicht zufrieden gewesen sein will?

Dazu hätte man sicher nicht 1 Jahr der Erziehungszeit des Mitarbeiters zum Nachdenken gebraucht……… um sich darüber klar zu werden ...

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