AG München: Online-Blackjack-Spieler wegen illegalem Glücksspiel verurteilt

von Franziska Schallmair

Wer bei einem ausländischen Anbieter, der über keine deutsche Lizenz verfügt, an dem Online-Glückspiel Black Jack teilnimmt, macht sich wegen Beteiligung an einem unerlaubten Glücksspiel nach § 285 StGB strafbar (AG München, Urt. v. 26.09.2014 – Az.: 1115 Cs 254 Js 1764/13). Im zugrundeliegenden Sachverhalt spielte ein 25-jähriger Malermeister von Deutschland aus bei einem Online-Glückspiel-Anbieter Black Jack und gewann hierbei insgesamt 201.500 Euro. Das Casino-Unternehmen saß in Gibraltar und verfügte über keine gültige Glücksspiellizenz. Der Angeklagte akzeptierte dabei vor Zulassung des Spiels die Nutzungsbedingungen, in denen darauf hingewiesen wurde, dass Online-Glückspiele in einigen Ländern verboten seien. In den Nutzungsbedingungen wurde der Spieler ferner dazu aufgefordert, die für ihn geltenden Gesetze zu prüfen. Der Angeklagte brachte hervor, er sei davon ausgegangen, dass das Glückspiel im Internet erlaubt sei, da auch Prominente (wie z.B. Boris Becker) in großem Umfang Werbung dafür betrieben ...

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