Künstlername für Prostituierte im Personalausweis?

von Christopher A. Wolf

Darf ein Bezirksamt die Eintragung des Künstlernamens einer Prostituierten in einen Personalausweis verweigern? Das Bezirksamt Pankow lehnte den Antrag der Betreiberin eines Escortservice mit der Begründung ab, da die Klägerin keine künstlerische Tätigkeit ausübe und unter dem Künstlernamen nicht bekannt sei.

Eine Prostituierte, welche in Berlin einen Begleit- und Escortservice betreibt und sich zudem für die politischen und sozialen Rechte von Sexarbeiterinnen einsetzt, wollte beim Berliner Bezirksamt Pankow ihren Künstlernamen in ihren Personalausweis eintragen lassen. Dies lehnte das Amt mit der Begründung ab, die Prostituierte übe keine künstlerische Tätigkeit aus und sei unter dem Künstlernamen auch nicht bekannt.

Gegen die Entscheidung der Behörde zog sie vor Gericht. Sie war der Auffassung, das sie ebenso mit ihrem Körper arbeite wie eine Tänzerin und bei Liebesdiensten gleich einer Schauspielerin auch in verschiedene Rollen schlüpfe. Auch sei sie wegen ihres Einsatzes für die Rechte von Sexarbeiterinnen bekannt. Daher stehe ihr die Eintragung ihres Künstlernamens aus dem Namensrecht zu.

Entscheidung des Gerichts

In ihrem Urteil vom 20.01.2015 wies das Verwaltungsgericht Berlin – Az. 23 K 180.14 - die Klage ab, da nur „Künstler“ ihren Künstlernamen in ihren Personalausweis eintragen lassen können ...

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