Stunk in der Wohnungseigentümer versammlung

von Gerhard Ostfalk

Viele Wohnungseigentümer sind damit zufrieden, wenn der Verwalter jährlich abrechnet und möglichst keine hohen Nachforderungen stellt. Kommt es aber zu Konflikten zwischen den Eigentümern oder zwischen Eigentümern und Verwalter, sollte man aus taktischen Gründen die Rechte der Beteiligten bei der Eigentümerversammlung kennen.

Versammlungsleiter - Wohnungseigentümerversammlung

Es ist nicht gottgegeben, dass der Verwalter zwingend auch durch die Eigentümerversammlung führen muss. Grundsätzlich kann zu Beginn jeder Eigentümerversammlung ein Versammlungsleiter durch Beschluss gewählt werden. Die Beteiligten sollten hier abwägen, ob man dies dem Verwalter überlässt. Wenn er Profi ist, ist er erfahren und er weiß, welche Beschlüsse mit welchen Formulierungen wichtig sind und worauf bei der Verkündung von Beschlussergebnissen zu achten ist.
Bestehen aber Konflikte oder Unstimmigkeiten mit dem Verwalter, muss man ihm dieses Feld nicht notwendig überlassen.

Vertretung in der Eigentümerversammlung

Gerne schicken Wohnungseigentümer, insbesondere Kapitalanleger, die selbst nicht in der Wohnung wohnen, einen Vertreter in die einberufene Eigentümerversammlung.
Nach der Rechtsprechung ist die WEG-Versammlung nicht öffentlich. Teilnehmen dürfen daher zunächst nur Personen, die entweder selbst Eigentümer sind oder einen Eigentümer vertreten.
Das Gesetz schreibt nicht vor, durch wen sich der Wohnungseigentümer vertreten lassen kann. Aber viele Teilungserklärungen enthalten Einschränkungen, nach denen sich

der Sondereigentümer aufgrund schriftlicher Vollmacht

  • durch seinen Ehegatten,
  • einen anderen Miteigentümer oder
  • durch den Verwalter

vertreten lassen kann.

Hieraus folgt: Wenn ein Anwesender keine zulässige Vollmacht vorweist, kann er von der Versammlung ausgeschlossen werden ...

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