Muss ich mein Auto in der Insolvenz abgeben ?

Für viele Schuldner ist es emotional und auch aus tatsächlichen Gründen schwierig, auf das eigene Auto zu verzichten. Immer wieder erhalten wir Anfragen, was denn in der Insolvenz mit dem Fahrzeug passiert.

Eigenes Auto

Grundsätzlich wird in der Insolvenz alles verwertet, was gepfändet werden kann. Das schließt auch das eigene Auto ein. Der Insolvenzverwalter lässt den Wert schätzen und verkauft dann das Fahrzeug. Der Verkaufserlös fließt in die Masse. Der Insolvenzverwalter entscheidet in der Regel nach dem Kaufvertrag, wer Eigentümer des Fahrzeuges ist.

Bescheinigung des Arbeitgebers

Es gibt allerdings einige Ausnahmen: So ist das Auto nicht pfändbar, wenn es für die Erwerbstätigkeit des Schuldners erforderlich ist. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn die Arbeitsstelle nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist. Sinnvoll und notwendig ist es, eine Bestätigung des Arbeitgebers vorzulegen, dass Sie für Ihre Tätigkeit auf das Fahrzeug angewiesen sind. Diese Bestätigung braucht keine besondere Form. Der Arbeitgeber muss auch nicht fürchten, sich vor dem Insolvenzverwalter rechtfertigen zu müssen.

Gehbehinderung

Eine eingetragene Gehbehinderung ist allein noch nicht ausreichender Grund, dass das Fahrzeug dem Schuldner überlassen wird. Vielmehr muss der Schuldner selbst tätig werden und im Rahmen eines Freistellungsverfahrens beim Insolvenzgericht die Freigabe des Fahrzeuges beantragen. Das Gericht prüft dann, ob ein Härtefall gegeben ist. Hier handelt es sich um Einzelfallentscheidungen und es ist ungewiss, wie das Verfahren ausgeht.

Auto aus der Masse herauskaufen

In vielen Fällen, gerade wenn das Auto keinen besonderen Verkaufswert mehr hat, weil es sich um ein älteres Modell handelt und schon einige Kilometer auf dem Buckel hat, scheuen sich die Insolvenzverwalter das Fahrzeug zu verwerten. Es gibt dann die Möglichkeit, das Fahrzeug aus der Masse herauszukaufen ...

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