Kein Künstlername für Prostituierte

von Thorsten Blaufelder

Jan 27

Prostituierte üben mit ihrer Sexarbeit keine „freie schöpferische Gestaltung“ aus. Dies hat das Verwaltungsgericht Berlin in einem am Montag, 26.01.2015, bekanntgegebenen Urteil klargestellt und damit die Eintragung eines Künstlernamens für eine Prostituierte im Personalausweis abgelehnt (AZ: VG 23 K 180.14).

Geklagt hatte eine Prostituierte, die in Berlin einen Begleit- und Escortservice betreibt. Sie engagiert sich zudem für die politischen und sozialen Rechte von Sexarbeiterinnen. In der Öffentlichkeit tritt sie unter einem Pseudonym auf. Beim Berliner Bezirksamt Pankow wollte sie diesen Namen als Künstlernamen in ihren Personalausweis eintragen lassen.

Gegen die ablehnende Entscheidung der Behörde zog sie vor Gericht. Sie arbeite als Kultur- und Erotikbegleiterin ebenso mit ihrem Körper wie eine Tänzerin, meinte die Prostituierte. Auch schlüpfe sie bei ihren Liebesdiensten in verschiedene Rollen, vergleichbar mit Schauspielerinnen, die mit ihrer Arbeit ebenfalls die Wahrnehmung des Betrachters beeinflussten. So löse sie Affekte aus, wie dies auch andere Künstler täten ...

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