4.000 € Schmerzensgeld - Vernarbung (Hypopigmentierung) durch fehlgeschlagene Haarentfernungsbehandlung

Das Amtsgericht Wuppertal hat der Kundin eines Kosmetikstudios, bei der eine Enthaarungsbehandlung zu zahlreichen Vernarbungen und weißlichen Hautflecken geführt hatte, eine Entschädigungszahlung in Höhe von 4000 Euro zugesprochen (Urteil vom 27.04.2012, 94 C 28/11). Mit der Höhe des Schmerzensgeldes ging das Gericht deutlich über den Antrag der Klägerin hinaus, die eine Summe von mindestens 2000 Euro als Wiedergutmachung gefordert hatte. Bei der Behandlung mit der so genannten Impulslichttherapie (IPL), bei der Körperhaare dauerhaft entfernt werden sollen, stellte der Richter schwere Versäumnisse seitens des Kosmetikinstituts fest. Die Aufklärung über mögliche Risiken sei erst nach Behandlungsbeginn und nur unvollständig erfolgt. Über die im Nachhinein tatsächlich aufgetretene Möglichkeit der Narbenbildung sei die Klägerin, die sich für die Enthaarung der Bikinizone entschieden hatte, überhaupt nicht aufgeklärt worden. Das Gericht bemängelte auch, dass die Karteikarte lückenhaft geführt worden sei. Besonders schwer habe gewogen, dass die Therapie fortgesetzt wurde, nachdem die Rötungen aufgetreten waren und die Klägerin über Schmerzen klagte ...Zum vollständigen Artikel


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