Schadensersatzanspruch nach Aufhebung des Vergabeverfahrens

Wird ein Vergabeverfahren aufgehoben, ohne dass ein „schwerwiegender Grund“ vorliegt, so kann der hierdurch benachteiligte Auftragnehmer Schadensersatz fordern. Allerdings hängt es von den Umständen des Einzelfalles ab, ob er das sogenannte negative Interesse (seinen Kalkulationsaufwand) oder das positive Interesse (den entgangenen Gewinn) verlangen kann.

Drei verschiedene Oberlandesgerichte haben hierzu aktuelle Urteile gefällt. In zwei Fällen ist jeweils ein Anspruch auf Schadensersatz in Form des positiven Interesses (entgangener Gewinn und entgangene Deckungsbeiträge) bejaht worden ...

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