JVA Lübeck (III)

Und doch spielt das Thema “Personalnot” beim aktuellen Streit um die Ministerin Spoorendonk (welcher nach dem Willen der oppositionellen CDU die Zuständigkeit für die Justiz entzogen werden sollte), um die Gründe für die und um den Umgang mit der Geiselnahme vom Heiligabend 2014 sowie um die Anstaltleiterin Agnete Mauruschat schon wieder eine Rolle.

Schon wieder heißt es: wir sind zu wenige, das Personal ist überlastet, wir sind gefrustet und viele Kollegen können nicht mehr. Und wörtlich: “Jetzt ist es Zeit zu handeln, bevor hier alles gegen die Wand gefahren wird!”

Dieses Zitat stammt aus dem Brief, in dem ein Anstaltsmitarbeiter seiner Wut und seiner Frustration Ausdruck verlieh – einem Gefühlsstau, den er auch bei seinen Kolleginnen und Kollegen bemerkt zu haben glaubte und von denen einige ihn wohl in seiner Auffassung bestärkt hatten. Denn nachdem er den Brief eine Weile im Kollegenkreis hatte zirkulieren lassen, sandte er ihn (undatiert) ab: nicht vorschriftsmäßig auf dem Dienstweg, sondern direkt an den Herrn Ministerpräsidenten … .

Die Form (Hintergehung der Anstaltsleitung) und der Inhalt des Schreibens war von der Art, dass er den Schreiber seinen Job hätte kosten können. Doch nichts geschah. Möglicherweise konnte sich der Schreiber sicher fühlen ...

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