Urteil zur Verkehrssicherungspflicht eines Kart-Bahn-Betreibers

Oberlandesgericht Oldenburg, Urteil vom 30.10.2014 - 14 U 37/14 Urteil zur Verkehrssicherungspflicht eines Kart-Bahn-Betreibers Während der Fahrt löste sich der Baumwollschal einer Kart-Fahrerin und wickelte sich um die Hinterachse des Karts. Die Kart-Fahrerin erlitt hierdurch lebensbedrohliche Verletzungen. Das OLG Oldenburg befasst sich in seinem Urteil (14 U 37/14) mit der Verkehrssicherungspflicht des Kart-Bahn-Betreibers. Der Sachverhalt

Wie aus dem Urteil (Az. 14 U 37/14) des OLG Oldenburg hervorgeht, fuhr die Klägerin auf der Kart-Bahn der Beklagten. Während der Fahrt löste sich der von der Klägerin getragene Baumwollschal und wickelte sich um die Hinterachse des Karts. Die Klägerin erlitt hierdurch ein Strangulationstrauma mit einem zunächst nicht erkannten Teilabriss der Luftröhre.

Die anfangs lebensbedrohlichen Verletzungen erforderten mehrere stationäre Behandlungen. Aufgrund der Verletzungen ist die Klägerin zur Hälfte in ihrer Erwerbsfähigkeit gemindert. Das Landgericht hatte die Klage abgewiesen. Das Gericht hatte eine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht der Betreiberin verneint.

Das Urteil Oberlandesgerichts Oldenburg (14 U 37/14)

Das OLG Oldenburg schloss sich der Auffassung der Vorinstanz nicht an. Die Betreiberin habe die erforderlichen Verkehrssicherungspflichten verletzt. Ihre Mitarbeiter haben die Klägerin nicht hinreichend über die besonderen mit dem Tragen eines Schals oder anderer lockerer Kleidungsstücke während der Fahrt mit einem Kart verbundenen Gefahren, insbesondere das Strangulationsrisiko mit unmittelbarer Lebensgefahr aufgeklärt ...

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