Handbuch des Strafverteidigers

von Mirko Laudon

Das „Hand­buch des Straf­ver­tei­di­gers“ darf man ohne Über­trei­bung als eine In­sti­tu­tion der Straf­ver­tei­di­gung be­zeich­nen. Schon der Be­ginn des Wer­kes bringt das Selbst­ver­ständ­nis des Straf­ver­tei­di­gers tref­fend wie bis­lang keine an­dere Um­schrei­bung auf den Punkt:

Ver­tei­di­gung ist Kampf. Kampf um die Rechte des Be­schul­dig­ten im Wi­der­streit mit den Or­ga­nen des Staa­tes, die dem Auf­trag zur Ver­fol­gung von Straf­ta­ten zu ge­nü­gen haben.

In der 8. Auf­lage ist die­ses starke „Opening State­ment“ der grund­le­gen­den Neu­be­ar­bei­tung des Hand­buchs zum Op­fer ge­fal­len – lei­der, muss man sa­gen. Es wurde auf die iso­lierte Aus­sage „Ver­tei­di­gung ist Kampf“ zu­sam­men­ge­stri­chen. Seit der ers­ten Aus­gabe 1969 er­öff­net diese viel­leicht et­was mar­tia­lisch klin­gende Pas­sage das Werk, die zu­wei­len je­doch wohl miss­ver­stan­den wurde. Ge­meint ist – na­tür­lich – der Kampf um das Recht mit den Mit­teln des Rechts.

Dahs’ zu­ver­läs­si­ger Kom­pass der Strafverteidigung

Eine Ar­beit von Prof. Dr. Hans Dahs se­nior über das Plä­do­yer war die „Keim­zelle“ die­ses Hand­bu­ches. Zu sei­nem 65. Ge­burts­tag hat Hans Dahs sen. al­len, die am We­sen und Wir­ken des Straf­ver­tei­di­gers in­ter­es­siert sind, mit sei­nem „Hand­buch des Straf­ver­tei­di­gers“ ei­nen zu­ver­läs­si­gen Kom­pass in die Hände ge­legt, der in kei­ner noch so ver­wir­ren­den Land­schaft ver­sagt. Dies kon­sta­tiert Hein­rich Acker­mann für die „Zeit“ zur 2. Auf­lage (die Erst­auf­lage war nach ei­nem Mo­nat ver­grif­fen) und be­grün­det die Not­wen­dig­keit ei­nes sol­chen Hand­buchs so:

Der Straf­ver­tei­di­ger hat ei­nen ge­fahr­ge­neig­ten Be­ruf ...Zum vollständigen Artikel


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