„Brilliantenschieber im Café Kaiserhof“ von George Grosz ist national wertvolles Kulturgut

von Olaf Moegelin

Ein sowohl für den Kunstmarkt als auch für den Kunstliebhaber wichtiges Urteil hat das Verwaltungsgericht Berlin gefällt. Die Aquarell-Collage „Brilliantenschieber im Café Kaiserhof“ von George Grosz ist national wertvolles Kulturgut (Verwaltungsgericht Berlin, Urteil vom 22. Januar 2015 – 1 K 228.11). Die Entscheidung ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Gegen das Urteil kann die Zulassung der Berufung beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg beantragt werden.

Dem Urteil lag folgender Sachverhalt zugrunde: Im Juni 2011 verfügte das Land Berlin die Aufnahme verschiedener Kunstwerke, die im Eigentum eines Berliner Galeristen stehen, in das Verzeichnis national wertvollen Kulturgutes. Betroffen waren u.a. die Werke „Belebte Straßenszene“, „Schönheit, Dich will ich preisen“ und „Brilliantenschieber im Cafe Kaiserhof“ von George Grosz, „Ertüchtigung“ von Hannah Höch, „Zwischen Bäumen stehendes Mädchen“ von Otto Mueller sowie „Zwei nackte Tanzende“ und „Mädchen auf violettem Sessel“ von Ernst Ludwig Kirchner. Mit der Verfügung verbunden ist ein grundsätzliches Verbot der Ausfuhr der Werke ins Ausland.

Das Verwaltungsgericht hat der hiergegen gerichteten Klage überwiegend stattgegeben ...

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