Schüler erleidet während des Chemieunterrichts bei einem Experiment Brandverletzungen.

von Nino Herding

Ein Schüler, der während des Chemieunterrichts aufgrund einer fahrlässigen Handlungsweise der Lehrkraft Brandverletzungen erleidet, hat keinen Anspruch auf Schmerzensgeld.

Darauf hat die 5. Zivilkammer des Landgerichts (LG) Osnabrück mit Urteil vom 16.01.2015 – 5 O 596/14 – hingewiesen.

In dem der Entscheidung zugrunde liegendem Fall hatte sich ein Oberschüler einer sechsten Klasse im Chemieunterricht bei einem Experiment, das unter Aufsicht der Lehrerin durchgeführt worden war, Verbrennungen 2. Grades im Gesicht und am Oberkörper zugezogen, als sich beim Nachfüllen eines vermeintlich leeren Porzellanschälchens aus einer Spiritus-Flasche durch die Lehrkraft, das Spiritus in der Flasche entzündet hatte und die Flasche mit einer Stichflamme durch den Raum geflogen war.

Die Klage des verletzten Schülers gegen den Träger der Schule auf Zahlung von 10.000 Euro Schmerzensgeld wies das LG Osnabrück ab, weil

  • Schüler gemäß § 2 Abs. 1 Nr ...
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