Rohrbruchschaden vor der Wasseruhr

Das Oberlandesgericht (OLG) Koblenz hat mit Urteil vom 17. April 2014 entschieden (Az.: 1 U 1281/12), dass die Verpflichtung eines Wasserversorgungs-Unternehmens zur ordnungsgemäßen Unterhaltung der Frischwasserzuleitung sich bis zur Wasseruhr des Abnehmers erstreckt. Kommt es dieser Verpflichtung nicht nach und wird dadurch im Bereich vor der Wasseruhr ein Schaden verursacht, so ist der Versorger auch dann zum Schadenersatz verpflichtet, wenn sich die Schadstelle innerhalb des Anwesens des Geschädigten befindet.

Als es zu einem Wasserschaden in der Garage der Klägerin kam, befand sich diese auf einem längeren Auslandsaufenthalt. Ursache war eine korrodierte Frischwasserzuleitung, durch welche das Wasser ausgetreten war. Die Frau forderte vom Wasserversorgungs-Unternehmen Schadensersatz, da sich das schadhafte Rohr noch vor der Wasseruhr befand und es daher für den Schaden verantwortlich sei.

Allerdings weigerte sich der Versorger jedoch zu zahlen. Nach seiner Auffassung sei er nämlich ausschließlich für Rohre außerhalb von Gebäuden verantwortlich ...

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