Licensed to Ill – Anwaltskosten der Beastie Boys übersteigen Schadensersatzssume von 1,7 Millionen USD

von Arno Lampmann

Licensed to Ill – Anwaltskosten der Beastie Boys übersteigen Schadensersatzssume von 1,7 Millionen USD

Von Arno Lampmann, 23. Januar 2015

Im Juni 2014 hatte eine US-Jury den Beastie Boys einen Schadensersatzanspruch in Höhe von 1,7 Millionen USD gegen den kalifornischen Hersteller der “Monster”-Energydrinks zugesprochen.

Sabotage

Hintergrund der Klage war die unzulässige Nutzung von 5 Songs der Beastie Boys in einem “Monster”-Werbevideo, das für fünf Wochen zu Werbezwecken online geschaltet worden war.

Monster hatte sich zunächst auf den Standpunkt gestellt, dafür nicht mehr als 125.000 USD Schadensersatz zu schulden und später, kurz vor der Behandlung noch einmal einen Vergleichsbetrag von 250.000 USD angeboten. Die Beastie Boys hingegen wären nur zu einem Vergleich bereit gewesen, wenn ein Betrag von 1,65 Millionen USD geflossen wäre und klagten dann auf eine Zahlung von 2 Millionen USD.

Fight for Your Right

Die Jury kam zu dem Ergebnis, dass die Rechtsverletzung einen Lizenzschadensersatz von 1,7 Millionen USD rechtfertige, weil das Publikum aufgrund der Verwendung der Lieder in den Werbespots annehmen konnte, dass die Beastie Boys den Energydrink promoten wollten.

Check your head

Der Betrag ist vor dem Hintergrund der Bekanntheit der Beastie Boys, die 4 Nummer-Eins Alben (unter anderem das Debutalbum “Licensed to ill” von 1986, das die Teeniehymne “(You Gotta) Fight for Your Right (To Party!)” enthielt) produziert und mehr als 40 Millionen Platten verkauft haben, nicht verwunderlich. Die Summe war wohl auch deshalb so hoch, da die Beastie Boys dafür bekannt sind, dass sie ihre Songs grundsätzlich nicht für Werbung freigeben ...

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