Hooligans als kriminelle Vereinigung

von Mirko Laudon

Dass Hoo­li­gans kri­mi­nell sind, wird nie­man­den über­ra­schen. Sie ha­ben als ul­traf­a­na­ti­sche Fuß­ball­fans, als die sie sich aus­ge­ben, ei­gent­lich nichts mit Fuß­ball zu tun – es geht ih­nen schlicht um die ge­walt­tä­tige Aus­ein­an­der­set­zung mit an­de­ren Grup­pie­run­gen fernab des Spiel­fel­des. Sie sind gut or­ga­ni­siert, ge­ben sich so­gar wohl­klin­gende Na­men (wie „Hoo­li­gans Elb­flo­renz“) und ver­ab­re­den sich statt zum Spiel zu Massenschlägereien.

Nach dem Ur­teil des für Staats­schutz­straf­sa­chen zu­stän­di­gen 3. Straf­se­nats am Bun­des­ge­richts­hof kön­nen diese Grup­pie­run­gen und ins­be­son­dere de­ren Rä­dels­füh­rer nun als Mit­glie­der ei­ner kri­mi­nel­len Ver­ei­ni­gung im Sinne von § 129 StGB an­ge­se­hen und so­mit här­ter be­straft werden:

Wer eine Ver­ei­ni­gung grün­det, de­ren Zwe­cke oder de­ren Tä­tig­keit dar­auf ge­rich­tet sind, Straf­ta­ten zu be­ge­hen, oder wer sich an ei­ner sol­chen Ver­ei­ni­gung als Mit­glied be­tei­ligt, für sie um Mit­glie­der oder Un­ter­stüt­zer wirbt oder sie un­ter­stützt, wird mit Frei­heits­strafe bis zu fünf Jah­ren oder mit Geld­strafe bestraft. Recht­fer­ti­gende Ein­wil­li­gung in die Körperverletzungen

Nach den Fest­stel­lun­gen des Land­ge­richts Dres­den wa­ren die An­ge­klag­ten als Rä­dels­füh­rer bzw. Mit­glie­der ei­ner in Dres­den an­säs­si­gen Grup­pie­rung von Hoo­li­gans, die sich im zeit­li­chen und räum­li­chen Um­feld von Fuß­ball­spie­len „ih­res“ Ver­eins Dy­namo Dres­den – aber auch un­ab­hän­gig da­von an an­de­ren Or­ten – Kämpfe ge­gen an­dere Hoo­li­gans lie­fer­ten, zu de­nen sich die Grup­pie­run­gen zu­meist vor­her ver­ab­re­det hat­ten. Für die Kämpfe exis­tier­ten un­ge­schrie­bene, aber in den ein­schlä­gi­gen Krei­sen all­ge­mein an­er­kannte Re­geln ...

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