Schätzung beim Vorsteuerabzug

Nach § 162 Abs. 1 Satz 2 AO sind bei einer Schätzung der Besteuerungsgrundlagen alle Umstände zu berücksichtigen, die für die Schätzung von Bedeutung sind. Das gewonnene Schätzungsergebnis muss schlüssig, wirtschaftlich möglich und vernünftig sein1.

Stehen die Schätzungsgrundlagen (steuerpflichtige Umsätze und Gesamtumsätze) fest, verstößt es nicht gegen Denkgesetze, wenn den steuerpflichtigen Umsätzen bei der Quotenbildung für Zwecke der Schätzung die Gesamtumsätze gegenübergestellt werden. Dabei ist die Einbeziehung der steuerfreien Zuschüsse und Mitgliedsbeiträge in den Gesamtumsatz zulässig, weil sie den Umfang der nicht steuerbaren Tätigkeit widerspiegeln.

Die Schätzungsmethode widerspricht nicht dem Beschluss des BFH vom 14.04.20082. Dieser Beschluss betrifft nicht die Ermittlung der abziehbaren Vorsteuerbeträge im Wege der Schätzung nach § 162 Abs. 1 Satz 2 AO ...

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