Insolvenzverwalter verklagen, aber richtig!

von Dr. Andreas R. J. Schnee-Gronauer
Auch Insolvenzverwalter machen gelegentlich Fehler. Zu den Klassikern gehört, dass der Insolvenzverwalter Drittrechte von Gläubigern nicht beachtet oder nicht richtig abrechnet. Ein weiterer, relativ häufiger Fall ist, dass der (vorläufige) Insolvenzverwalter Verbindlichkeiten begründet - z.B. Ware bestellt - die er dann später nicht mehr zahlen kann. Da die Masse meist nichts hat, ist es für den, der den Schaden hat, interessant, den Insolvenzverwalter persönlich in Anspruch zu nehmen (bzw. seine Berufshaftplichtversicherung). Die Anspruchsgrundlagen dafür finden sich direkt in der Insolvenzordnung, und zwar in den §§ 60, 61 InsO. Anknüpfungspunkt der persönlichen Haftung ist zum einen, dass der Verwalter schuldhaft seine Pflichten verletzt, wobei er für die Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Insolvenzverwalters einzustehen hat. Zum anderen, dass er bei der Begründung der Verbindlichkeit die er nicht mehr zahlen kann, schon hätte erkennen können, dass die Masse voraussichtlich zu deren Erfüllung nicht ausreichen wird. Für die Gläubiger gibt es hierbei zwei positive Entwicklungen: Die Anforderungen an das, was man für die "Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Insolvenzverwalters" hält, steigen - nicht zuletzt, weil die Debatte darüber, was Qualität in der Insolvenzverwaltung ist, in den vergangenen Jahren in Gang gekommen ist ...Zum vollständigen Artikel


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