12 Dinge, die Sie über den Mindestlohn wissen sollten

Seit dem 01. Januar 2015 gilt der allgemeine gesetzliche Mindestlohn von 8,50 € pro Stunde. Geregelt ist dies im Mindestlohngesetz (MiLoG). Da das Gesetz noch äußerst jung ist und keinerlei Rechtsprechung hierzu besteht, herrscht bei zahlreichen Arbeitnehmern und Arbeitgebern eine enorme Rechtsunsicherheit. Der vorliegende Beitrag fasst die häufigsten Fragen zusammen und erklärt die wichtigsten Aspekte des Mindestlohns.

1. Für wen gilt der Mindestlohn nicht?

Der Mindestlohn gilt nicht für alle Arbeitnehmer. Nach § 22 MiLoG ist bei folgenden Personengruppen kein Mindestlohn zu zahlen:

a) Minderjährige

Personen unter 18 Jahren ohne abgeschlossene Berufsausbildung erhalten keinen Mindestlohn. Dies bestimmt § 22 Abs. 2 MiLoG.

b) Auszubildende und Ehrenamtliche

Nach § 22 Abs. 3 MiLoG erhalten Auszubildende und Ehrenamtliche keinen gesetzlichen Mindestlohn.

c) Langzeitarbeitslose (nur die ersten 6 Monate)

Wer vor der Beschäftigung mindestens ein Jahr lang arbeitslos war, erhält in den ersten sechs Monaten keinen Mindestlohn. Der Arbeitnehmer hat also erst nach Ablauf dieser Frist einen Anspruch darauf, nach dem Mindestlohngesetz bezahlt zu werden.

d) Einige Praktikanten

Nach der gesetzlichen Regelung haben auch volljährige Praktikanten einen Anspruch auf Mindestlohn. Der Anspruch ist jedoch ausnahmsweise ausgeschlossen, wenn einer der folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:

» Es handelt sich um ein Pflichtpraktikum (Schule, Universität, Ausbildung, Berufsakademie).

» Das Praktikum dauert höchstens drei Monate und dient der Orientierung für eine Berufsausbildung oder für die Aufnahme eines Studiums.

» Es handelt sich um ein Praktikum von höchstens drei Monaten, das begleitend zu einer Berufs- oder Hochschulausbildung geleistet wird, wenn nicht zuvor ein Praktikumsverhältnis mit demselben Ausbildenden bestanden hat ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK