Was einem „vor dem Verzehr durcherhitzen“ sagen soll!

von Tobias Vels

Blog der Anwaltskanzlei RBB & Partner GbR

16 der Verordnung über die Anforderungen an die Hygiene beim Herstellen, Behandeln und Inverkehrbringen von bestimmten Lebensmitteln tierischen Ursprungs (Tier–LMHV) regelt, dass bei Hackfleisch und Fleischzubereitungen, die aus oder unter Verwendung von Separatorenfleisch hergestellt worden sind, zwingend der Hinweis „vor dem Verzehr durcherhitzen!“ anzubringen ist.

Allein war bisher streitig, welche Art von Fleischzerlegung noch als „Fleischzubereitung“ im Sinne von Nr. 1.15 der Verordnung (EG) Nr. 853/2004 des Europäischen Parlaments tituliert werden kann oder ob es als „Separatorenfleisch“ im Sinne von Nr. 1.14 der Verordnung einzustufen ist.

Hierzu hat der EuGH im Urteil vom 16.10.2014 – Az. C-453/13 – entschieden, dass

das Erzeugnis, das durch maschinelles Ablösen des an Fleisch tragenden Knochen nach dem Entbeinen bzw. an Geflügelschlachtkörpern haftenden Fleisches gewonnen wird, als „Separatorenfleisch“ im Sinne von Nr. 1.14 einzustufen ist, da das eingesetzte Verfahren zu einer stärkeren Auflösung oder Veränderung der Muskelfaserstruktur führt, als sie rein an Schnittflächen eintritt“.

Einem Fleischstück, welches der vorgenannten Verfahrensweise unterfällt, kann nicht mehr die Bezeichnung „Fleischzubereitung“ im Sinne von Nr. 1.15 zugeordnet werden ...

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