Veruntreuung oder blosser Abrechnungsstreit?

Veruntreuung oder blosser Abrechnungsstreit?

Das Bundesgericht spricht einen Treuhänder frei, der – so fasse ich den Entscheid zusammen – mit seiner Aufgabe zwar überfordert war und daher seine Pflichten bloss fahrlässig verletzt hat (BGer 6B_582/2014 vom 05.01.2015).

Er durfte sich sogar Geld für künftiges Honorar überweisen:

Dem Beschwerdeführer stand bei der Mandatsausübung ein grosses Ermessen zu. Er war grundsätzlich berechtigt, ab den Konten des Erblassers Geld zum Mandatszweck zu beziehen, und zwar auch zwecks eigener Vergütung (…). Soweit er Geld für “künftige Bemühungen als Willensvollstrecker” (…) bezog, lässt sich darin nicht bereits eine auf Veruntreuung zielende Willensbetätigung erblicken, da er gleichzeitig die Weiterführung des Mandats verteidigte und damit seinen Leistungswillen betätigte (vgl. Urteil 6B_663/2011 vom 2. Februar 2012 E. 2.3.2 und 2.5.1 betreffend Betrug) [E. 2.8] ...Zum vollständigen Artikel

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