Patient kann von Klinikträger nicht Auskunft über die Privatanschrift eines angestellten Arztes verlangen.

von Hannes Burkert

Ein Patient hat gegenüber Arzt und Krankenhaus

  • grundsätzlich auch außerhalb eines Rechtsstreits Anspruch auf Einsicht in die ihn betreffenden Krankenunterlagen, soweit sie Aufzeichnungen über objektive physische Befunde und Berichte über Behandlungsmaßnahmen (Medikation, Operation etc.) betreffen.
  • Auch ist der Träger der Einrichtung in der ein Patient behandelt wurde, grundsätzlich gehalten, dem Patienten den Namen des ihn behandelnden Arztes mitzuteilen.
  • Ihm die Privatanschrift des behandelnden Arztes mitzuteilen kann ein Patient von der Einrichtung in der er behandelt worden und der Arzt angestellt ist, dagegen nicht verlangen, wenn er diese zur Führung eines Zivilprozesses gegen den Arzt nicht benötigt, weil die Klage gegen den Arzt auf Schadensersatz diesem unter der Klinikanschrift zugestellt werden kann.

Darauf hat der u.a. für die Fragen des Persönlichkeitsschutzes und der Arzthaftung zuständige VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) mit Urteil vom 20.01.2015 - VI ZR 137/14 – hingewiesen ...

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