Kommentar: PV-Ausschreibungen - Die Sabotage der Energiewende geht weiter

von Dr. Peter Nagel

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!


Ohne Erbarmen für die notleidende PV-Branche gehen die Attacken von Bundesminister Gabriel gegen die Energiewende weiter. Nun ist der Entwurf der Bundesregierung für die Ausschreibungsverordnung für PV-Freiflächen durchgesickert.


Alle Befürchtungen in Bezug auf hohe Bürokratie, geringes Ausbauvolumen, Verhinderung der Teilhabe von Bürgerenergiegemeinschaften und Verhinderung der Agro-PV wurden noch übertroffen.


So hat der Verordnungsentwurf über 100 Seiten – mehr Bürokratie kann es wohl nicht geben. Wer teilnehmen will, muss wohl erst Anwaltsbüros beschäftigen, um überhaupt durchzublicken. Schon das allein ist ein großes Hemmnis für die meisten Bürgergemeinschaften.


Das Ausbauvolumen für Freiflächen liegt nur bei durchschnittlich 400 MW pro Jahr. Angesichts eines jährlichen Ausbauvolumens bei PV-Freiflächenanlagen von 2.700 MW im Jahr 2011 und 3.700 MW im Jahr 2012, bedeutet dies ein kläglich kleines Volumen. In Anbetracht der ernüchternden Tatsache, dass zusammen bei den PV-Dachanlagen und PV-Freiflächenanlagen im letzten Jahr mit 1.800 MW neu installierter Leistung nicht einmal das geringe regierungsamtliche Ausbauziel von 2.500 MW erreicht wurde, hätte die Bundesregierung ein größeres Volumen ausschreiben müssen. Aber offensichtlich passt es ihr, den PV-Ausbau noch weiter unter Druck zu bringen und weitere Solarfirmen in den Konkurs zu treiben.


Durchgesetzt hat sich der Bauernverband gegen eigene Interessen, die PV-Freiflächen von den Äckern zu verbannen. Angeblich würde so wertvolles Ackerland geschont. Fantasielos gehen dabei Bauernverband und die Bundesregierung mit den Äckern um. Längst gibt es Agro-PV-Anlagen, die eine Doppelnutzung ermöglichen: PV-Anlagen hochaufgeständert und normaler Ackerbau unter den Modulen ...

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