Einkommensteuer | Bei einer umfassenden Haus-Modernisierung werden auch aus Schönheitsreparaturen anschaffungsnahe Herstellungskosten

von Einspruch aktuell

| Aufwendungen, die für sich genommen zwar jährlich anfallende Erhaltungsaufwendungen oder Schönheitsreparaturen sind, können jedoch insgesamt als anschaffungsnahe Herstellungskosten zu behandeln sein, wenn sie in engem räumlichen, zeitlichen und sachlichen Zusammenhang zueinander stehen und in ihrer Gesamtheit eine einheitliche Baumaßnahme bilden, wie dies bei einer Modernisierung des Hauses im Ganzen und von Grund auf der Fall ist (FG München 25.2.14, 6 K 2930/11, Rev. BFH IX R 25/14). |

Der Kläger hatte ein Haus erworben und darin umfangreiche Bauarbeiten durchgeführt, die er zum Teil als Herstellungskosten (Erneuerung des Bades, Isolierung, Heizung und Fenster) und zum Teil als sofort abziehbare Werbungskosen geltend machte. Das FA ließ die Aufwendungen nicht zum Werbungskostenabzug und behandelte sie als anschaffungsnahe Herstellungskosten.

Nach der Rechtsprechung des BFH (18.8.10 ,X R 30/07) sind bei gebrauchten (leerstehenden) Immobilien Modernisierungsaufwendungen (insbesondere Schönheitsreparaturen und Instandsetzungsarbeiten an vorhandenen und im Wesentlichen funktionierenden Installationen) nur dann unter dem Gesichtspunkt der Betriebsbereitschaftskosten als Anschaffungskosten zu behandeln, wenn sie den Ausstattungsstandard in mindestens drei der vier funktionswesentlichen Bereichen (Heizung, Sanitär, Elektro, Fenster) anheben ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK