Gründungskosten einer GmbH

von Udo Schwerd

Die Gründungskosten einer GmbH sind in erster Linie von der Zahl der Gründungsgesellschafter und von der Höhe des Stammkapitals abhängig und bestimmen sich bezüglich der zwingend anfallenden Notargebühren nach dem neuen Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG), das am 01.08.2013 in Kraft getreten ist.

Rechtsgrundlage GNotKG

Das Gesetz über Kosten der freiwilligen Gerichtsbarkeit für Gerichte und Notare (Gerichts- und Notarkostengesetz, abgekürzt GNotKG) ist am 01.08.2013 in Kraft getreten. Im Aufbau ist das GNotKG den Gebührenverordnungen der Rechtsanwälte und Steuerberater ähnlich, wobei es zwei getrennte Bereiche für Gerichts- und Notargebühren gibt, ergänzt durch ein Kostenverzeichnis mit fünfstelligen Nummern, das ebenfalls in zwei Teile für Gerichts- und Notargebühren aufgeteilt ist. Die Höhe der Notargebühren für die jeweiligen Tätigkeiten des Notars ergibt sich aus dem Zusammenwirken des Paragraphenteils des GNotKG, dem Kostenverzeichnis und der dazugehörigen Gebührentabelle B.

GmbH-Gründung

Im Falle einer GmbH-Gründung mit zwei Gründungsgesellschaftern und einem Stammkapital in Höhe von EUR 25.000,00 (Bargründung) beurkundet der Notar zunächst

  • den Beschluß der Gesellschafterversammlung zur Gründung einer GmbH und Bestellung des ersten Geschäftsführers (§§ 97, 108, 105 GNotKG) sowie
  • den Gesellschaftsvertrag der GmbH (§§ 97, 107 GNotKG).

In beiden Fällen beträgt der Geschäftswert mindestens EUR 30.000,00. Das ist der Grund, warum in der Kostenrechnung der Notare der Betrag von EUR 30.000,00 erscheint und nicht EUR 25.000,00.

Gem. KNr 21100 erhält der Notar Gebühren mit einem Satz von 2,0, so dass er im Zusammenwirken mit der Gebührentabelle B und einem Geschäftswert von EUR 60.000,00 (= 2 x EUR 30.000,00) eine Gebühr in Höhe von EUR 384,00 berechnet ...

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