Marcus Prinz von Anhalt: 4 Jahre Haft für „Prinz Protz“

von Mirko Laudon

Der selbst er­nannte „Prinz Protz“ Mar­cus von An­halt, der bür­ger­lich schlicht Mar­cus Eber­hardt heißt, wird die nächste Zeit kür­zer tre­ten müs­sen. Am Frei­tag­abend ver­ur­teilte ihn die 10. Straf­kam­mer am Land­ge­richt Augs­burg zu ei­ner Frei­heits­strafe von vier Jah­ren. Da eine Strafe die­ser Höhe nicht mehr zur Be­wäh­rung aus­ge­setzt wer­den kann, wird er dem­nächst wahr­schein­lich statt im Schloss eher hin­ter Schloss und Rie­gel residieren.

Lu­xus­ka­ros­sen als Fir­men­aus­ga­ben abgesetzt

Be­reits Mitte April 2014 wurde der ehe­ma­lige Metz­ger und heu­tige Bor­dell­be­trei­ber we­gen des Ver­dachts der Steu­er­hin­ter­zie­hung ver­haf­tet. Er soll Kos­ten für meh­rere Lu­xus­au­tos als Fir­men­aus­ga­ben ab­ge­setzt ha­ben, ob­wohl er sie aus­schließ­lich pri­vat ge­nutzt habe. Dar­über hin­aus soll er auch mit Fir­men in der Schweiz Ein­nah­men am deut­schen Fis­kus vor­bei­ge­lei­tet haben.

Das Land­ge­richt Augs­burg sah es als er­wie­sen an, dass der pro­mi­nente An­ge­klagte Steu­ern in Höhe von mehr als 800.000 Euro hin­ter­zo­gen hat. Die ur­sprüng­li­che Zahl von 14 Fahr­zeu­gen, die die Staats­an­walt­schaft an­ge­klagt hatte, wurde vom Ge­richt auf sechs Au­tos re­du­ziert – dar­un­ter ein May­bach, ein Rolls Royce, ein McLa­ren SLR und ein Por­sche GT. Über Brief­kas­ten­fir­men in der Schweiz habe ein Freund dem Prin­zen zu­dem „Schein­rech­nun­gen“ ge­stellt, für die je­doch keine Leis­tun­gen er­bracht wurden ...

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