Der Marlboro Mann und das Tabakwerbeverbot

von Clemens Pfitzer

Zwischen 1950 und Ende des letzten Jahrhunderts war er wohl eine der bekanntesten Werbeikonen: Der Marlboro Mann. Den Cowboy der durch die amerikanische Prärie ritt und das Image von Abenteuer und Freiheit für die Zigarettenindustrie verbreiten sollte kannte wohl jeder, egal ob Raucher oder Nichtraucher. Nun ist der wohl bekannteste von Ihnen gestorben. Ein Anlass die Änderungen bei der Tabakwerbung zu beleuchten.

Darrell Winfried, der wohl bekannteste Marlboro Mann starb diese Woche im Alter von 85 Jahren, wie die FAZ berichtet.

Die früher allgegenwärtige Zigarettenwerbung ist mittlerweile aufgrund immer strengerer gesetzlicher Vorgaben weitgehend verschwunden. Gab es noch bis in die 90er Jahre Zigaretten-Promotions, Formel-1 Autos mit Zigarettenlogo und haufenweise Zigarettenwerbung, wurde zu Beginn dieses Jahrtausends durch die Tabak-Werberichtlinie die Werbung für Tabakerzeugnisse in der Presse, Rundfunk, Internet Fernsehen und für Sponsoring in der EU verboten. Zulässig sind derzeit nur noch die Plakatwerbung an Verkaufsstellen und Werbefilme abends im Kino.

Auch inhaltlich bestehen für Tabakwerbung Werbeverbote. So darf etwas nicht mehr der Eindruck erweckt werden, dass der Genuss von Tabakerzeugnissen gesundheitlich unbedenklich oder geeignet ist, die Funktion des Körpers, die Leistungsfähigkeit oder das Wohlbefinden günstig zu beeinflussen. Auch darf die Werbung sich nicht an Jugendliche richten oder das Inhalieren des Tabakrauchs als nachahmenswert erscheinen lassen. Den Marlboro Mann dürfte es heute wohl also nicht mehr geben.

Auch die verbleibenden Werbemöglichkeiten für die Tabakindustrie sollen möglicherweise abgeschafft werden. Künftig sollen die Packungen statt dem Marlboro Mann Schockbilder von Raucherlungen und anderen Folgen des Rauchens zieren. Dies sieht jedenfalls die am 20.05 ...

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