Mutmaßlicher Bankräuber stirbt nach Fenstersturz aus dem Gericht – Randale zwischen Angehörigen und der Polizei mit etlichen Verletzten

von Rainer Pohlen

In Dario Fo´s Farce “Zufälliger Tod eines Anarchisten” geht es um einen psychisch auffälligen Störenfried, der anlässlich seiner Vernehmung aus dem Fenster der Polizeistation stürzt und verstirbt. Nach offizieller Polizeiversion ein eindeutiger Selbstmord, aber Zweifel sind angebracht. Die beteiligten Polizeibeamten verstricken sich in Widersprüche, es kommt heraus, wie der angebliche Selbstmörder sie zuvor auf die Schippe genommen und an den Rand der Wahrheit und Selbsterkenntnis getrieben hat, womit die Staatsmacht so ihre Schwierigkeiten hatte. Es entwickelt sich ein reichlich groteskes Vertuschungsspektakel, wie es wohl niemand besser und entlarvender entwickeln konnte, als der italienische Literaturnobelpreisträger, der in den 70er Jahren mit seinen politischen Komödien und Parabeln ganze Stadien füllen konnte. Ich war damals (und bin immer noch) ein großer Fan von Dario Fo.

Gestern ist es, wie spiegel-online berichtet, vor dem Hamelner Amtsgericht zu Tumulten gekommen, nachdem ein 26-jähriger Mann, der tags zuvor eine Tankstelle überfallen haben soll, anlässlich seiner Vorführung beim Haftrichter im 7. Stock des Gerichtsgebäudes aus dem Fenster gestürzt und an den Folgen des Sturzes verstorben war. Es ist noch unklar, wie es zu dem Sturz gekommen ist ...

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  • Hameln: Tumulte nach tödlichem Sturz aus Gericht

    spiegel.de - 43 Leser, 16 Tweets - Nach dem Tod eines mutmaßlichen Tankstellenräubers ist es in Hameln zu Ausschreitungen gekommen. Der 26-Jährige war aus dem siebten Stock des Gerichts gestürzt. Danach gerieten Angehörige und Polizisten aneinander, zwölf Beamte wurden verletzt.

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