Kündigung des Mieters wegen Zahlungsverzuges

von Gerhard Ostfalk

Ist einmal ein Kündigungsrecht wegen Zahlungsverzuges entstanden, bleibt bis zur vollständigen Befriedigung des Vermieters bestehen.

1.) Kündigung bei Rückstand von mehr als einer Monatsmiete innerhalb von zwei Monaten

Nach § 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3a BGB besteht für den Vermieter ein Grund zum Ausspruch einer fristlosen Kündigung, wenn der Mieter für zwei aufeinander folgende Termine mit der Entrichtung der Miete oder nicht unerheblichen Teils der Miete in Verzug ist. Nach § 569 Abs. 3 BGB muss dieser Mietrückstand größer als eine Monatsmiete sein.
Es gilt also hier die Faustformel, dass der Mietrückstand, der aus zwei aufeinander folgenden Monaten resultiert und größer ist als eine Monatsmiete als Kündigungsgrund ausreicht.

2.) Kündigung bei Rückstand von zwei Monatsmieten

Daneben ist eine fristlose Kündigung für den Vermieter nach § 543 Abs. 2 Nr. 3b BGB zulässig, wenn der Mieter insgesamt mit zwei Monatsmieten in Verzug ist. Hierbei ist es unerheblich, aus welchem Zeitraum dieser Mietrückstand resultiert.

Die Faustformel lautet hier: Ein Betrag in Höhe von 2 Monatsmieten berechtigt zur Kündigung.

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