Geliehen ist nicht geschenkt

„Geliehen ist nicht geschenkt“

Über Besonderheiten der Dauerleihgabe.

von Corinna vom Berg

Warum eine Dauerleihgabe?

„Die Kunst ist lang! Und kurz ist unser Leben!“ Dieser Ausspruch von Goethes geschaffenen Charakter in dem weltbekannten Stück Faust beschreibt treffend warum Kunstwerke auf Dauer an einen Dritten, sei es ein Museum oder eine Galerie, verliehen werden.

Um die Interessenlage bei einer Dauerleihgabe im Unterschied zur kurzfristigen Verleihung eines Kunstwerkes zu verdeutlichen, muss man sich mit den Beteiligten auseinandersetzen.

Kunstwerke haben ihren Preis. Die meisten Museen bedienen sich staatlicher Förderung. Oft fehlt es an Sammlungen bzw. Kunstwerken um wechselnde Ausstellungen zu bespielen. Der An- bzw. Zukauf von Sammlungen oder einzelnen Kunstwerken kann ein finanzielles Problem darstellen.

Kunst will gesehen werden; sie will, dass man sich mit ihr auseinandersetzt und bildet Grundlage für Gesprächsstoff. Dies geht am besten, wenn ein Raum geschaffen wird, in dem sich die Diskussion öffentlich entfalten kann.

Was ist eine Dauerleihgabe in rechtlicher Hinsicht?

Die Dauerleihgabe ist zwar ein juristisch geprägter Begriff und doch findet er sich an keiner Stelle des Gesetzes wieder. Er wird heute verwendet, um zu verdeutlichen, dass der Verleiher im Zeitpunkt der Überlassung des Kunstwerkes an einen Dritten den Zeitpunkt der Rückgabe offen lässt ...

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