Amtsrichterin des AG Frankfurt am Main verurteilt HUK-COBURG Haftpflichtunterstützungskasse kraftfahrender Beamter Deutschlands a.G. zur Zahlung der vorgerichtlich gekürzten Sachverständigenkosten unter Bezugnahme auf BGH VI ZR 67/06 und VI ZR 225/13 mit Urteil vom 19.11.2014 – 31 C 3196/14 (96) -.

von Willi Wacker

Hallo verehrte Captain-Huk-Leserinnen und Leser,

nachstehend geben wir Euch hier ein positives Urteil aus Frankfurt am Main zu den Sachverständigenkosten gegen die HUK-COBURG bekannt. Auch dieses Urteil bestätigt, dass es wohl keine Probleme gibt, wenn der Geschädigte klagt. Deshalb kann nur der Rat gegeben werden, dass entsprechend der BGH-Entscheidung vom 11.2.2014 – VI ZR 225/13 – der Geschädigte die Sachverständigenkosten vollständig ausgleicht und dann den gekürzten Betrag gegen den Unfallverursacher – mit anwaltlicher Hilfe natürlich – einklagt. Völlig zu Recht hat die erkennende Amtsrichterin auf die beiden Grundsatzurteile des BGH zu den erforderlichen Sachverständigenkosten abgestellt, nämlich BGH VI ZR 67 und VI ZR 225/13, veröffentlicht unter anderem in NJW 2007, 1450 = DS 2007, 144 m. Anm. Wortmann und NJW 2014, 1947 = DS 2014, 90. Da die Amtsrichterin die DS 2014, 90 als Zitatstelle angegeben hat, handelt es sich offenbar bei ihr um eine Leserein dieses Blogs. Das freut uns. Lest selbst das Urteil und gebt Eure Kommentare ab.

Mit freundlichen Grüßen Willi Wacker

Amtsgericht Frankfurt am Main Aktenzeichen: 31 C 3196/14 (96)

Im Namen des Volkes Urteil

In dem Rechtsstreit

Klägerin

gegen

HUK Coburg Haftpflicht- Unterstützungs-Kasse Kraftfahrender Beamter Deutschlands a.G. v.d.d. Vorstand, Lyoner Str. 10, 60528 Frankfurt am Main

Beklagte

hat das Amtsgericht Frankfurt am Main durch die Richterin Dr. E. im schriftlichen Verfahren gem. § 495a ZPO für Recht erkannt:

Die Beklagte wird verurteilt, an die Klägerin 338,19 Euro zzgl. Zinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz seit 30.04.2014 zu zahlen.

Die Beklagte hat die Kosten des Rechtsstreits zu tragen.

Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar.

Der Streitwert wird auf 338,19 Euro festgesetzt ...

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