Bundesgerichtshof setzt Grenzwert der nicht geringen Menge für einige synthetische Cannabinoide fest.

von Bernd Rösch

Der 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) hat mit Urteil vom 14.01.2015 – 1 StR 302/13 –

  • in einem Fall, in dem der Angeklagte über einen Internethandel im In- und Ausland angekaufte Kräutermischungen vertrieben hatte, die synthetische Cannabinoide, namentlich die Wirkstoffe JWH-018, JWH-073, CP 47,497 und CP 47,497-C8-Homologes, enthielten,

entschieden, dass die nicht geringe Menge für synthetische Cannabinoide mit

  • den Wirkstoffen JWH-018 und CP 47,497-C8-Homologes bei einer Wirkstoffmenge von 2 g und
  • den Wirkstoffen JWH-073 und CP 47,497 bei einer Wirkstoffmenge von 6 g

beginnt.

Das hat die Pressestelle des Bundesgerichtshofs am 14.01.2014 – Nr. 5/2015 – mitgeteilt.

Hinweis:

  • Bei Cannabisprodukten beginnt die nicht geringe Menge bei 7,5 g Tetrahydrocannabinol (THC) (BGH, Beschluss vom 20.12.1995 – 3 StR 245/95 –),
  • bei Kokain beginnt sie bei 5 g Kokainhydrochlorid (BGH, Urteil vom 01.02.1985 – 2 StR 685/84 –),
  • bei Heroin beginnt sie bei 1,5 g Heroinhydrochlorid (HHC) (BGH, Beschluss vom 07.11.1983 – 1 StR 721/83 –),
  • bei Amphetamin-Zubereitungen beginnt sie bei 10 g Amphetamin-Base (BGH, Urteil vom 11.04 ...
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