Abziehen von Minusstunden? Geht nicht so einfach…

von Thorsten Blaufelder

Jan 14

Können Leiharbeiter vorübergehend nicht eingesetzt werden, darf die Zeitarbeitsfirma die angefallenen Minusstunden nicht von dem Arbeitszeitkonto des Beschäftigten abziehen. Eine einseitige Verrechnung dieser Stunden zulasten des Leiharbeitnehmers sei gesetzlich ausgeschlossen, entschied das Landesarbeitsgericht (LAG) Berlin-Brandenburg in einem am Donnerstag, 08.01.2015, bekanntgegebenen Urteil (AZ: 15 Sa 982/14). Das Risiko des Verleihers, den Leiharbeitnehmer nicht einsetzen zu können, dürfe im Rahmen eines Arbeitszeitkontos nicht auf den Leiharbeitnehmer verlagert werden, so die Berliner Richter in ihrer Entscheidung vom 17.12.2014.

Damit bekam eine Leiharbeiterin recht, die von ihrem Arbeitgeber als Sachbearbeiterin an andere Firmen entliehen wurde. Laut Arbeitsvertrag erhielt die Frau für ihre vereinbarte Arbeitszeit eine regelmäßig monatliche Vergütung. Die tatsächlichen Arbeitszeiten wurden in einem Arbeitszeitkonto festgehalten ...

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