Und immer wieder die Sache mit den Minusstunden - ehrlich gesagt wird es langsam langweilig

von Philip Stühler Walter

In Unternehmen der Arbeitnehmerüberlassungsbranche (auch gerne als Leiharbeits- oder Zeitarbeitsunternehmen bezeichnet) greift immer wieder die unsäglich Unart um sich, die eigenen Arbeitnehmer entweder befohlenen Urlaub machen zu lassen oder ihnen Plusstunden vom Arbeitszeitkonto abzuziehen, wenn man gerade keinen Einsatz für sie hat. Das gibt es durchaus auch in der Variante, dass man zwar den Urlaub "bewilligt" bzw. vermeintlichen Überstundenabbau betreibt, dann aber doch mitten am Tag beim Arbeitnehmer anruft und ihn irgendwo hinbeordert, weil sich doch ein Einsatz ergeben hat. Und weigert sich dann er Arbeitnehmer mit der zutreffenden Begründung, er habe schließlich ganz regulär frei, dann wird ihm mit fristloser Kündigung wegen angeblicher Arbeitsverweigerung gedroht. Nach meiner Erfahrung ist das in den allermeisten Zeitarbeitsunternehmen so Gang und Gäbe.

Rechtens ist es dennoch nicht, wie jetzt das LAG Berlin-Brandenburg entschieden hat (Urteil vom 17.12.2014 - 15 Sa 982/14) ...

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