Juristische Beiträge mit der Literaturverwaltung Zotero – Einführung und Erfahrungsbericht

1. Einleitung

Bereits während meiner Doktorarbeit habe ich mich intensiv mit Programmen zur Literaturverwaltung auseinandergesetzt. Damals hatte ich meine Arbeit mit LaTeX geschrieben und gesetzt und als Literaturverwaltung BibTex mit entsprechender Software (BibDesk) verwendet. Das hatte u.a. den Vorteil, dass alle Fußnoten automatisch nach der gleichen Vorlage formatiert waren und das Literaturverzeichnis am Ende ganz automatisch erstellt wurde. Nicht zu verachten war dabei auch, dass man ganz sicher sein kann, dass alle zitierten Quellen auch im Literaturverzeichnis auftauchen – und keine Quelle, die man nicht zitiert hat. Gerade in juristischen Hausarbeiten stellt diese Überprüfung eine typische, gleichsam zeitraubende Angelegenheit kurz vor Abgabe der Arbeit dar (also meist in der Nacht vor dem Abgabetermin).

Nach der Doktorarbeit habe ich mir immer mal wieder Zotero angesehen. Es sah auf jeden Fall vielversprechend aus. Trotzdem habe ich es dann jeweils doch nicht eingesetzt. Mir war es für – im Vergleich zu einem Buch oder einer Doktorarbeit, für die eine Literaturverwaltung ohne Wenn und Aber zu empfehlen ist – relativ kurze Beiträge für juristische Zeitschriften einfach zu mühselig, alle Artikel von Hand einzutippen. Außerdem war ich mir damals nicht sicher, ob das mit dem Zitieren dann auch so einfach klappt.

Einige meiner Bekannten arbeiten in anderen Disziplinen wissenschaftlich – und verwenden häufig auch Literaturverwaltungsprogramme, z.B. EndNote. Ich habe nie mit EndNote gearbeitet und habe auch die Investition (an Zeit zur Einarbeitung und Geld) gescheut.

2. Juristische Zitate – Durcheinander pur oder geordnetes Chaos?

Ich war mir auch gar nicht sicher, ob es eine Lösung gibt, die ähnlich gut funktioniert wie LaTeX/BibTex – insbesondere für juristische Texte.

Zur Verdeutlichung ein wenig dazu: Bei juristischen Artikeln in entsprechenden (deutschen) Fachzeitschriften sind Beitragslängen von 10 ...

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