Rezension Zivilrecht: Der homo oeconomicus und seine Vorurteile

von Dr. Benjamin Krenberger

Watzenberg, Der homo oeconomicus und seine Vorurteile: Eine Analyse des zivilrechtlichen Benachteiligungsverbots, De Gruyter 2014


Von Ref. jur. Arian Nazari-Khanachayi, LL.M. Eur., Frankfurt am Main



Die ökonomische Theorie des Rechts, eher als ökonomische Analyse des Rechts bekannt (vgl. zur terminologischen Differenzierung Kirchner, Ökonomische Theorie des Rechts, 1997, S. 5 f.), erfreut sich unter deutschen (Nachwuchs-)Wissenschaftlern seit Jahren zunehmender Beliebtheit. Dabei ist dieses methodologische Instrumentarium insbesondere dafür geeignet, rechtliche Institutionen oder Regeln im Hinblick auf Ihre Folgen zu untersuchen (näher zum Ganzen Nazari-Khanachayi, Rezension von Schäfer/Ott, Lehrbuch der ökonomischen Analyse des Rechts). Insbesondere verspricht sie, für „neuerliche“ Rechtsinstitute ein hervorragendes Analyseinstrument darzubieten, fehlen doch in diesen Bereichen langjährige Erfahrungen aus Rechtsprechung und beratender Rechtsanwendung, um gegebenenfalls das Erreichen gesetzgeberischer Zielsetzungen beurteilen oder vorhersagen zu können. Als ein solch „neuerliches“ Rechtsinstitut kann das AGG bezeichnet werden, welches in Umsetzung von sekundärrechtlichen Vorgaben (scil. RL 2000/43/EG, RL 2000/78/EG, RL 2002/73/EG und RL 2004/113/EG) erlassen und am 18.08.2006 in Kraft getreten ist. Frau Dr.Anja Watzenberg hat mit Ihrer Untersuchung zum Thema „Der homo oeconomicus und seine Vorurteile“ eine umfangreiche Analyse des AGG vorgelegt, die von Herrn Prof. Dr. iur. Dr. phil. Stefan Grundmann, LL.M. (Berkeley) betreut und im Jahre 2013 an der Humboldt-Universität zu Berlin als Dissertation angenommen wurde ...

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