“Moderner Klassiker der Terror-Fotografie”

von Liz Collet

Es gibt Beiträge, bei denen man sich fragt, ob dem Autor selbst der Mangel an Sensitivität für ein Thema undin seinem eigenen Verhalten allen Ernstes nicht gewahr wird:

Ein Beitrag über das reflexartige, unbedachte, in der Sekunde des Geschehens oder unmittelbar danach gefertigten Videos eines Laien, der die Erschiessund des Polizisten in Paris gefilmt hatte.

Ein kritischer Beitrag, der – soweit eigentlich so gut und berechtigt und wichtig – kurz die Frage antippt, ob und was aus solchen Ereignissen veröffentlich werden darf, nicht darf, sollte, nicht sollte.

Mit Rücksicht auf Opfer, auf ihre Angehörigen, denen es nicht erspart bleiben wird, diese Bilder dann viral verbreitet immer und immer und immer wieder sehen zu müssen, weil sie medial nirgendwo mehr auszublenden sind. Nicht für Erwachsene, noch weniger für Kinder eines ermordeten Menschen einer solchen Szene.

Was das bedeutet, wissen wir seit langem, seit Tsunami, den aus dem WTC stürzenden Menschen des 11. September und zahllosen weiteren Beispielen, bei denen überlebende Opfer, Angehörige getöteter Opfer dies und ihre Belastung durch diese Bilder offenbar bis heute ungehört geäussert haben ...

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