LHR erwirkt einstweilige Verfügung wegen der Veröffentlichung von geschäftlichen E-Mails auf Bewertungsportal

von Thomas Herro

LHR erwirkt einstweilige Verfügung wegen der Veröffentlichung von geschäftlichen E-Mails auf Bewertungsportal

Von Thomas Herro, 12. Januar 2015

Das Landgericht Frankfurt a.M. (LG Frankfurt, Beschluss v. 27.10.2014, Az. 2-03 O 405/14) hat auf den Antrag von Lampmann, Haberkamm & Rosenbaum Rechtsanwälte (LHR) einem unzufriedenen Käufer im Wege einer einstweiligen Verfügung verboten, aus dem Zusammenhang gerissene Textstellen aus der E-Mail-Kommuniaktion mit dem Händler auf einem Bewertungsportal zu veröffentlichen.

Im Falle der Zuwiderhandlung droht ein Ordnungsgeld bis zu 250.000 € oder bis zu sechs Monate Ordnungshaft. Die Entscheidung ist im Beschlusswege und ohne schriftliche Gründe ergangen und bisher nicht rechtskräftig.

Unsere Mandantin, eine Online-Möbelversandhändlerin, musste feststellen, dass ein offenbar unzufriedener Kunde sie auf dem Bewertungsportal trustpilot.de negativ bewertete („1-Sterne-Bewertung“). Der Kunde stellte die Geschehnisse aus seiner eigenen Sicht in reißerischer Form dar.

Um unsere Mandantin und deren Serviceleistungen zu diskreditieren, zitierte der Kunde kurzerhand aus dem umfangreichen E-Mail-Verkehr. Hierzu verwendete er nur die Passagen, die in dieser isolierten Darstellung unsere Mandantin in ein schlechtes Licht rücken sollten. Die völlig aus dem Zusammenhang gerissenen Textstellen verfälschten den tatsächlichen Inhalt der E-Mails erheblich. Seine eigenen zum Teil unverschämten E-Mails ließ er gänzlich unerwähnt.

Die Besonderheit in diesem Fall war, dass der eigentliche Rezensionstext weder falsche Tatsachen noch Beleidigungen oder andersgeartete Schmähungen beinhaltete ...

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