Frauenärztin erkennt Schwangerschaft nicht - Schadensersatz?

Oberlandesgericht Oldenburg, Beschluss vom 18.11.2014 - 5 U 108/14 Frauenärztin erkennt Schwangerschaft nicht - Schadensersatz? Bei der Frage, ob ein Schadensersatzanspruch gegen eine Frauenärztin besteht, kommt es darauf an, ob der Schwangerschaftsabbruch rechtmäßig gewesen wäre. Rechtmäßig sei ein Schwangerschaftsabbruch dann, wenn medizinische oder kriminologische Gründe dafür vorliegen. Der Sachverhalt

Die Klägerin begab sich in die gynäkologische Behandlung der beklagten Frauenärztin und bat darum, das Vorliegen einer Schwangerschaft abzuklären. Sie wollte zu diesem Zeitpunkt kein weiteres Kind. Die Frauenärztin führte eine Ultraschalluntersuchung durch und schloss eine Schwangerschaft aus.

Tatsächlich befand sich die Klägerin zu diesem Zeitpunkt in der sechsten Schwangerschaftswoche. Hätte sie zu diesem Zeitpunkt von der Schwangerschaft erfahren, hätte sie sich für einen Abbruch entschieden. Von der Schwangerschaft erfuhr sie erst in der 15. Schwangerschaftswoche.

Die Klägerin warf der Frauenärztin vor, im November 2012 keine Urin- und Blutuntersuchung veranlasst zu haben. Dabei wäre die Schwangerschaft erkannt worden und die Klägerin hätte noch die Möglichkeit einer legalen Abtreibung nach § 218a Abs. 1 StGB gehabt. Mit der Klage verlangte sie von der Frauenärztin ein Schmerzensgeldes in Höhe von 25.000,-€ und die Zahlung von Kindesunterhalt.

Die Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg (5 U 108/14)

Der 5. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Oldenburg hat wie zuvor das Landgericht Osnabrück das Begehren der Klägerin abgelehnt ...

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