Rezension Zivilrecht: Bank- und Kapitalmarktrecht

von Dr. Benjamin Krenberger

Einsele, Bank- und Kapitalmarktrecht – Nationale und Internationale Bankgeschäfte, 3. Auflage, Mohr Siebeck 2014


Von stud. iur. Andreas Seidel, Göttingen



Zwischen der ersten Auflage in 2006, der Nachauflage in 2009 und heute wurde das Kapitalmarktrecht nahezu auf den Kopf gestellt. Schien 2006 die Bankwelt noch intakt und sah man in vielen Augen Regulierungen als meist hinderlich und überflüssig an, so änderten die einsetzende subprime mortgage crisis 2007 und die nachfolgenden Krisen und Probleme, die die Finanzwelt seit dem erzittern ließen, den Blick auf Regulierungen drastisch. So musste die zweite Auflage dieses Handbuches 2009 die ersten schnellen Eingriffe erläutern und bewerten. Erst heute bzw. vielleicht noch nicht einmal heute, sondern erst in ein paar Jahren gibt der lichter werdende Staub, den die nunmehr zum Teil in Trümmer liegende Finanzwelt aufgewirbelt hat, den Blick frei auf das wirkliche Ausmaß der Dimensionen. So ist Einseles Bank- und Kapitalmarktrecht nicht nur ein Handbuch, sondern gleichsam als Synopse mit den beiden Vorauflagen eine Zusammenschau der rechtlichen Implikationen in den Finanzsektor vor, während und nach dieser historischen Zäsur.


So sind auch in der vorliegenden Auflage zahlreiche gesetzliche Änderungen wie das Kapitalanlagegesetzbuch, das Gesetz zur Novellierung des Finanzanlagenvermittler- und Vermögensanlagenrechts und das Gesetz zur Umsetzung der Verbraucherrechterichtlinie enthalten. Dieses Werk beschränkt sich auf das private Bank- und Kapitalmarktrecht und befasst sich nach eigener Intention (vgl. Vorwort) vor allem mit denjenigen Bereichen, die nicht „Zum Pflichtfachstoff eines jeden Juristen gehören“. Dabei fächert Einselebreit und befasst sich nicht nur mit nationalen und internationalen Bankgeschäften im bankaufsichtsrechtlichen Sinne (vgl § 1 Abs ...

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