Rezension Zivilrecht: Lehrbuch des Zivilprozessrechts

von Dr. Benjamin Krenberger

Braun, Lehrbuch des Zivilprozessrechts, 1. Auflage, Mohr Siebeck 2014


Von RAG Dr. Benjamin Krenberger, Landstuhl



Was für ein Werk: Über 1200 Seiten mit Verzeichnissen hat Braun über das Zivilprozessrecht zusammengetragen, nicht nur als Lehrbuch, sondern bewusst als Lesebuch. Diese Art, sich mit einem Rechtsgebiet zu befassen ist in der schnelllebigen Ausbildung ein bisschen abhanden gekommen, wenn es nur noch um Scheine, Credit Points, Repetitorien, Prüfungswissen und sogar noch den raschen Bachelor geht, nicht mehr so sehr um die echte Vertiefung eines Rechtsgebiets. Dies kann man mit eigenem Engagement und guten Seminaren noch ausgleichen, aber sich wirklich die Muße zu nehmen, ein Rechtsgebiet zu erlesen, dazu braucht es daneben auch noch jemanden, der ein passendes Lehrbuch dazu offeriert. Braun jedenfalls wünscht dem Leser in seinem spannenden Vorwort, dass er das Buch sogar zweimal lesen möge, einmal kursorisch, einmal kritisch. Dieser Ansatz passt genau zu der bewussten Herangehensweise an die Materie, der sich der Autor verschrieben hat, und die er auch beim Leser wieder wecken möchte.


Die Gestaltung des Buches unterstützt eine durchgehende Lektüre jedenfalls optimal. Das Schriftbild ist weiträumig, die Abstände zwischen Fließtext und Fußnoten bzw. Seitenrändern sind ausreichend und mit sparsam eingesetztem Fettdruck wird die Aufmerksamkeit des Lesers dezent geleitet. Einzelne graphische Elemente wie Schaubilder unterstützen die Aufnahme des Gelesenen sinnvoll.


Was erwartet den Leser? Zunächst eine fein gegliederte Aufteilung des Stoffes in sieben Kapitel, die wiederum in Abschnitten und in denen wiederum Paragraphen die Einzeldarbietung der jeweiligen Themen vornehmen ...

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