Zitieren im Internet – Was ist erlaubt, was wird abgemahnt?

von Philipp Obladen

Eine uns aktuell vorgelegte Abmahnung, die im Auftrag von Freu Elfie Meindl durch die Inn-Salzach Kanzlei Rechtsanwälte ausgesprochen wurde, möchten wir zum Anlass nehmen, kurz darüber zu schreiben, was bei Zitaten im Internet zu beachten ist.
Immer wieder kommt es zu Urheberrechtsverstößen im Zusammenhang mit “Textklau”, sprich Zitaten, die auf Internetseiten verwendet werden. Viele User sind sich darüber erfahrungsgemäß nicht im Klaren, was erlaubt und was verboten ist, wenn sie Texte auf ihrer eigenen Internetseite zitieren.

Das Urheberrechtsgesetz befasst sich in § 51 mit dem Zitatrecht. Dort heißt es:

Zulässig ist die Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Wiedergabe eines veröffentlichten Werkes zum Zweck des Zitats, sofern die Nutzung in ihrem Umfang durch den besonderen Zweck gerechtfertigt ist. Zulässig ist dies insbesondere, wenn

1.einzelne Werke nach der Veröffentlichung in ein selbständiges wissenschaftliches Werk zur Erläuterung des Inhalts aufgenommen werden,

2.Stellen eines Werkes nach der Veröffentlichung in einem selbständigen Sprachwerk angeführt werden,

3.einzelne Stellen eines erschienenen Werkes der Musik in einem selbständigen Werk der Musik angeführt werden.

Das Gesetz sieht also drei Regelungen vor, wann Zitate erlaubt sind. Die Voraussetzungen, die das Gesetz für zulässige Zitate aufstellt, sind recht eng gefasst.

Es wird dabei unterschieden zwischen dem sog. Großzitat (Nr. 1), dem Kleinzitat (Nr. 2) sowie dem Musikzitat (Nr. 3).

Großzitat
Nach § 51 Nr. 1 UrhG dürfen ganze Werke zitiert werden, wenn sie als Teil eines selbstständigen wissenschaftlichen Werks zur Erläuterung des Inhaltes aufgenommen werden. Gestattet ist damit die gesamte Aufnahme des Werkes. Erforderlich ist jedoch ein wissenschaftlicher Zweck ...

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