Selbst ist die Vorsitzende!

von Philip Stühler Walter

Gestern war ich zu einer Güteverhandlung im Arbeitsgericht Köln. Regemäßig sind solche Güteverhandlungen nicht sonderlich spektakulär: man redet kurz inhaltlich über die Sache und am Ende vergleicht man sich oder eben auch nicht. Vergleicht man sich nicht, werden ein paar Fristen festgesetzt, innerhalb derer sich die Parteien nochmal schriftlich äußern sollen und der sodann ein paar Monate stattfindende Termin zur Verhandlung vor der Kammer wird auch direkt festgesetzt. Im Saal befinden sich haufenweise Leute, weil an einem solchen Vormittag durchaus mehrere Güteverhandlungen durchgezogen werden. Also ist das eigentlich überhaupt keinen Blogeintrag wert.

Für gewöhnlich diktiert der Vorsitzende Richter bei einem solchen Termin das Protokoll in sein Diktiergerät und irgendwann einmal darauf schreibt die Geschäftsstelle dann das Protokoll und man kriegt es zugeschickt. In personell besser aufgestellten Gerichten (also extrem selten!) gibt es sogar eine Protokollführererin (ja, es sind meistens Frauen) und ich hörte sogar von Gerichten, in denen dann das Protokoll sofort ausgedruckt wird und man es übergeben kriegt.

Die Frau Vorsitzende gestern allerdings hat weder diktiert, noch hatte sie eine Protokollführererin ...

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