Mietminderung bei Legionellen - Ab welchem Grenzwert liegt ein Mangel vor?

Amtsgericht München, Urteil vom 25.06.2014 - 452 C 2212/14 Mietminderung bei Legionellen - Ab welchem Grenzwert liegt ein Mangel vor? Ein Legionellen-Befall in einer Mietwohnung ist erst dann ein Mangel, wenn der Grenzwert für eine Gesundheitsgefährdung erreicht wird. Das AG München (Urteil, Az. 452 C 2212/14) teilt nicht die Ansicht des beklagten Mieters, dass schon bei einer Überschreitung von 100kbE/100ml von einer Gesundheitsgefahr auszugehen sei. Der Sachverhalt

Der Kläger ist Vermieter einer Wohnung in der Innenstadt von München. Der Beklagte ist mit seiner Ehefrau und seiner am 01.02.12 geborenen Tochter Mieter der Wohnung. Die Miete betrug bis Mai 2013 2827,11 €, ab Juni 2013 3000 € .

Der Mieter hat am 05.03.12 von der Hausverwaltung erfahren, dass bei einer durchgeführten Untersuchung eine Überschreitung der zulässigen Grenzwerte in Bezug auf Legionellen festgestellt worden sei. Zwei Monate später wurde mitgeteilt, dass die Belastung weiter über den Grenzwerten liege. Daraufhin teilte der Mieter per Email dem Vermieter mit, dass er weitere Mietzahlungen nur noch unter Vorbehalt leiste. Am 15.4.13 teilte die Hausverwaltung mit, dass eine mittlere Legionellen-Kontamination aufgetreten sei. Die Miete für Mai 2013 zahlte der Mieter daraufhin nicht.

Der Vermieter klagte beim Amtsgericht München die Miete für Mai 2013 ein. Gegen die Forderung rechnete der beklagte Mieter mit angeblichen Gegenforderungen wegen zu viel gezahlter Miete aufgrund des Legionellen-Befalls auf.

Das Urteil des Amtsgerichts München (Az. 452 C 2212/14)

Der Vermieter bekam Recht. Der beklagte Mieter muss die Miete für Mai 2013 bezahlen ...

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